„Bleiben Sie zuversichtlich!“

Mit diesem Wunsch verabschieden sich Nachrichtensprecher in den letzten Monaten am Ende der Sendung. Angesichts der persönlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen brauchen wir mehr denn je Zuversicht.

Zuversicht hilft uns, dass wir uns den Problemen zuwenden und Krisen angehen. Sie ist eine unserer wichtigsten seelischen Kräfte. Zuversicht ist kein blauäugiger Optimismus der Probleme ausblendet!

Eine zuversichtliche Person erkennt den Ernst der Lage. Sie nimmt die Schwierigkeiten wahr, lässt sich aber davon nicht lähmen. Vielmehr entdeckt sie zugleich auch die Möglichkeiten, die sich auftun, verbunden mit dem Mut und dem Schwung die vorhandenen Spielräume zu nutzen.

Doch warum tun wir uns mit der Zuversicht in unserem Leben so schwer?

Die menschliche Wahrnehmung arbeitet unzuverlässig. Vielfach konzentrieren wir uns einseitig auf das Negative. Das Positive hingegen gerät schnell aus dem Blick. Es braucht beides: den Blick auf das Negative und Schwierige und die Aufmerksamkeit für das Positive und Mutmachende. Nur sie gibt, uns die Kraft und Zuversicht, eine schwierige Situation zu
bestehen.

Die eigene Zuversicht zu stärken, beginnt also mit der Frage: Wie nehme ich die Welt wahr?

Und es hilft zu wissen: Aus welchen Quellen speist sich meine Zuversicht?

3 Beispiele:

Viele Menschen erleben die Natur als eine ihrer größten Quellen in Bezug auf Zuversicht. Auch vertrauensvolle Beziehungen und ein tragfähiger Glaube können Quellen von Zuversicht sein. Verbunden mit der Erfahrung, dass ich nicht allein auf mich gestellt bin, sondern mich verbunden weiß mit einem großen Ganzen, das über die hier erlebte Wirklichkeit hinausreicht, die wir Gott nennen. Und von dem wir als Christen glauben, dass er die Liebe ist. In dieser Liebe dürfen wir uns als Glaubende geborgen wissen jetzt und über dieses Leben hinaus.

Eine solche Zuversicht wirkt wie ein Licht, das hilft, sich der ängstigenden Dunkelheit zu stellen.

Wie können wir in Krisen unsere Kraft stärken, Vertrauen fassen und Hoffnung schöpfen?

Eine Beobachtung aus der Natur ist ein schönes hoffnungsvolles Bild dafür: Die Sonnenblume wendet noch in der Nacht ihren Kopf in jene Richtung, in der die Sonne aufgeht, ähnlich wie die Hoffnung.

Ich wünsche Ihnen eine erholsame und schöne Sommer- und Ferienzeit, in der Sie Ihre Quellen entdecken und aus ihnen Kraft und Zuversicht schöpfen können.

 

Gemeindereferentin

Rita Hesseler