Sehnsucht

„Gott schenkt seine Lebensfarben, du sollst sein Maler sein!“ Soweit der Text des deutschen Liedermachers Siegfried Fietz.

Gehören Sie zu den kreativen Menschen und Malen oder künstlerische Gestaltung sind Ihre bevorzugten Hobbys? Ich persönlich muss diese Frage für mich teilweise verneinen. Malen kann ich überhaupt nicht, in diesem Fach hatte ich auf dem Zeugnis immer die schlechteste Note.

Welches Bild würden Sie zeichnen, wenn Sie heute folgenden Auftrag bekämen: Male ein Bild, auf dem du vor Glück strahlst! Haben Sie gedanklich die Skizze eines Bildes entworfen?

 

Ich möchte Ihnen verraten, was auf meinem Glücksbild zu sehen wäre:

„Ein langer und mühsamer Weg liegt hinter mir. An meinem Ziel angekommen, geht mein Blick ins Tal, wo die Abendsonne langsam untergeht. Im milden Licht der Abenddämmerung erblicke ich eine Kirche, daneben eine Gaststätte. Ein solches Szenarium ist für mich momentan der Inbegriff von Glück.

Am Abend zur Ruhe kommen - dankbar auf einen mir von Gott geschenkten Tag zurückblicken, den Glanz der Sonne noch einmal vor ihrem Untergang genießen und bei alledem ein dankbares Gebet auf den Lippen und Freude im Herzen.

In dem benachbarten Gasthaus feiere ich mit einer Schar heiterer Menschen ein Fest. Ich wünsche mir Musik und erfreue mich am Tanz. Ein gutes Essen gehört beim gemeinsamen Feiern dazu. Beim Singen spüre ich förmlich, wie sich Körper und Seele erfreuen, wie das Leben sich mir neu eröffnet, mich beschwingt und beflügelt…“

Du großer Gott, nach dieser Meditation verspüre ich gerade, auf was ich in den letzten zwei Jahren schmerzlich verzichtet habe. Umso mehr freue ich mich, dass die Lockerungen der Corona-Pandemie wieder Begegnungen zulassen. Ich habe gehört, dass die Menschen in unserer Pfarreiengemeinschaft Schweich gut feiern können; ich bin gespannt!

Ihnen für die bevorstehenden Wochen bis hin zu den großen Ferien gutes Durchhaltevermögen und denen, die bereits jetzt schon in den Urlaub starten, kraftvolle Tage und genießen Sie die Lebensfarben, die der Sommer uns schenkt.

 

Ihr Gemeindereferent Rüdiger Glaub-Engelskirchen

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