Alles auf Anfang?

Robin, ein 18-jähriger Abiturient, hat nach 13 erfolgreichen Schuljahren sein Abiturzeugnis stolz in der Hand. „Jetzt steht mir die Welt offen“, meint er. Nach den Sommerferien startet er seine Ausbildung. Die Vorfreude ist groß, aber es mischen sich auch Bedenken in den Neustart.

Hildegard, eine Erzieherin, hatte weniger Glück. Sie musste sich einer großen Operation unterziehen und in der Reha-Klinik mühsam wieder laufen lernen. Nun freut sie sich auf ihre Arbeit mit den Kindern, Eltern und vor allem den Kolleg*innen.

Sieben Seelsorger*innen (Evelyn, Robert, Tamara u.a.) werden am heutigen Samstag im Hohen Dom zu Trier durch Weihbischof Robert beauftragt. Nach Theologiestudium und unzähligen Prüfungen stellen sie sich freudig den Herausforderungen in den pastoralen Räumen unseres Bistums sowie dem Religionsunterricht in den Schulen.

Am letzten Schultag vor den Ferien feierte ich in Föhren einen Gottesdienst, in dem wir die Schüler*innen der 4. Klassen aus der Grundschule verabschiedeten. Für sie und für viele andere Kinder beginnt kommende Woche ein neuer Lebensabschnitt auf einer weiterführenden Schule in Schweich oder Trier.

Es wird viel Neues auf alle zukommen, da tut es gut zu wissen, dass nicht alles auf Anfang gesetzt wird. Auf die bisher erworbenen Fähigkeiten und das erlernte Wissen kann jeder gut anknüpfen und darauf aufbauen.

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben!“ Dieser Vers aus Hermann Hesses Gedicht „Stufen“ macht deutlich, dass Neuanfänge etwas Wunderbares sind. Das Neue kann uns Menschen sehr beflügeln. Möge der „Anfangszauber“ allen helfen, das Leben in der jetzt beginnenden Phase mutig anzugehen, und der Gott der Anfänge möge uns beschützen.

Rüdiger Glaub-Engelskirchen,
Gemeindereferent in der Pfarreiengemeinschaft Schweich

 

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