Was ist Ihnen heilig?

Überlegen Sie einen Moment!

Ich bin gespannt, ob unsere Gedanken dem Heiligen auf die Spur kommen.

Mir ist Musik heilig, sie bringt mich emotional meiner Sehnsucht und dem Himmel näher.

Ein wichtiges Mittel zur Kommunikation ist unsere Sprache. Dazu zitiere ich Albert Ostermaier: „Mir ist die Sprache heilig, denn sie ist unser Instrument, einander zu verstehen und zu begeistern. Sprache hat in sich eine ungeheure Schönheit, kann alles benennen und fördert den Dialog!“ Wenn ich die Bilder vom Kriegsgeschehen in der Ukraine sehe, dann ist mir der Freiheitsgedanke unendlich wichtig. Es ist ein kostbares Geschenk, in einem demokratischen Land zu leben, in dem Meinungs- und Glaubensfreiheit herrschen.

Es ist ein Segen, Räume zu haben, die nur mir gehören und die ich individuell mit Leben füllen kann. Das Wort „Heimat“ lässt vielen Menschen das Herz schneller schlagen. Es erinnert an Familie und Gemeinschaften, die meine Identität und Charaktereigenschaften geprägt haben. An den Osterfeiertagen haben sicherlich viele ihre Familienangehörigen besucht. Andere haben eine Reise unternommen, um Freunde zu treffen. Mir persönlich ist die Verlässlichkeit von Freunden heilig, sei es an Geburtstagen oder anderen Feierlichkeiten. Eine Zusammenkunft mit ihnen bei einem guten Essen und Getränken… wunderbar. So darf ich an diesem Wochenende erleben, dass in der Pfarrkirche Schweich 51 Kinder mit ihren Familien und Freunden zusammenkommen, um Erstkommunion zu feiern. Dabei reichen wir den Kindern und Gästen unser Allerheiligstes, das Brot, in dem Jesus Christus auch heute noch gegenwärtig ist. An diesen Tagen danke ich meinem Herrgott für meine Familie, tolle Freundschaften und das Gefühl von Heimat. Es tut gut, durch Begegnung, Sprache, Gottesdienst und Musik miteinander dem Heiligen in und um uns in Berührung zu kommen. Das ist das Höchste, was man haben kann; oder sehen Sie es anders?

Rüdiger Glaub-Engelskirchen,
Gemeindereferent in der Pfarreiengemeinschaft Schweich

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