Sankt Martin, Riol

Sankt Martin Riol

Aus der Geschichte der Kirche

In noch erhaltenen Urkunden wird die Rioler Kirche, die idylisch auf einer von der Mosel ansteigenden Anhöhe über dem Dorf liegt, erstmals im Jahre 1140 erwähnt.

Von dieser Kirche sind noch die zwei unteren Turmgeschosse aus Schieferbruchstein erhalten. In spätgotischer Zeit (15. Jahrhundert) baute man einen neuen Westchor, so wie er heute noch im wesentlichen erhalten ist. Es war der Tatkraft und Entschlossenheit des damaligen Pfarrers Peter Mergen zu verdanken, daß im Juli 1923 die feierliche Einweihung des Erweiterungsbaus – unser heutiges Kirchenschiff mit Altarraum – vorgenommen werden konnte.

Durch Kriegseinwirkung wurde die Kirche 1945 schwer beschädigt. Die Instandsetzung konnten nur unter großen Schwierigkeiten durchgeführt weren, weil viele Gebäude im Ort ebenfalls zerstört waren und großer Materialmangel herrschte.

Das im Krieg abgelieferte Geläut wurde 1949 durch drei neue Glocken mit den Tönen „g“, „b“ und „c“ ersetzt. Die letzte Renovierung Ende der achtziger Jahre zeigt dann die Kirche in ihrer heutigen Gestalt, wieder mit dem Einbau der alten Weihnachts- und Pfingstfenster im Altarraum und mit einer dem Baukörper entsprechenden Ausmalung. So fanden auch die barocken Altäre und die zahlreichen Holzfiguren wieder den ihnen angemessenen Rahmen.